Hatschi! Die Frühblüher haben schon wieder Saison

In Deutschland leiden rund 16 Prozent der Bevölkerung unter Heuschnupfen. Pollenallergien werden durch verschiedene Pollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide oder Kräutern ausgelöst. Allergische Reaktionen sind Augentränen, Augenjucken, Niesreiz, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Husten, Atemnot, Asthma bronchiale oder Hautekzem.
Insbesondere Kinder und Jugendliche sind vom Heuschnupfen betroffen.

Erfolgsrate von 80 Prozent
Die Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie (SIT) genannt, wird klassisch in Form einer Spritzenbehandlung durchgeführt. Neu ist die Gabe von Tropfen auf die Zunge. Bei der Spritzenbehandlung werden den Patienten allergieauslösende Stoffe unter die Haut gespritzt, zunächst in sehr geringer Dosis in einwöchigen Abständen.
Die Dosis wird danach immer weiter gesteigert. Auf diese Weise muss sich das Immunsystem ständig mit den auslösenden Allergenen beschäftigen. So gewöhnt es sich langsam an die Stoffe und beginnt diese zu tolerieren. Mit einer Erfolgsrate von über 80 Prozent ist die Hyposensibilisierung besonders bei Pollenallergien erfolgreich.
Der größte Teil der Patienten profitiert bereits in der ersten Saison von der Therapie. Zwischen drei und fünf Jahre dauert die Behandlung, die bereits in der heuschnupfenfreien Zeit begonnen werden muss.

Acht Tipps, wie Sie Allergene meiden
• In der Hauptpollenflugzeit keine ausgedehnten Spaziergänge machen
• Aufenthalt überwiegend in geschlossenen Räumen
• Fenster nur nachts öffnen
• Abends duschen, Haare öfter waschen
• Alltagskleidung nicht im Schlafzimmer ablegen
• Nach Regengüssen ins Freie gehen
• Pollenfilter ins Auto einbauen, alternativ Klimaanlage
• Urlaub zur Hauptflugzeit planen; am Meer oder im Hochgebirge fliegen kaum Pollen
• Aktuelle Pollenflugvorhersage beachten

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